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15-03-2007 Aktuelles
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Jahresanalyse 2006 von Kaspersky Lab – Teil 1 Spam im Jahr 2006 |
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Die Daten der Spam-Analyse basieren auf Untersuchungsergebnissen, die im russischen
„runet“, dem größten Internet-Provider des Landes, gesammelt wurden. Sie sind jedoch
weitestgehend auf Westeuropa adaptierbar.
Im Jahr 2006 wurde im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren keine starke Erhöhung
des Spam-Anteils im Mail-Traffic beobachtet. Allem Anschein nach ist eine gewisse
Sättigung erreicht - der Spam-Anteil pendelte sich zwischen 70 und 80 Prozent ein. Die
Haupttechnologien der Generierung und des Versands von Spam-Mitteilungen blieben im
Jahr 2006 dieselben:
Zum Versand von Spam-Mitteilungen werden hauptsächlich Zombie-Netze genutzt
Die Tricks zum Umgehen von Antispam-Software bestehen nach wie vor in der
automatischen Generierung des Textes nach Templates, der Nutzung von HTMLTechnologien
zum Verstecken des Textes sowie der Platzierung des Werbetextes auf
Bildern, die im Brief eingefügt sind.
Moderne Antispam-Programme sind dennoch in der Lage, etwa 90 von 100 Spam-Mails zu
blockieren. Aus diesem Grund suchen die Spammer aktiv nach neuen Märkten und
migrieren zu IM und Telekommunikations-Technologien.
Schlussfolgerungen:
- Der Spam-Anteil betrug 2006 zwischen 70 Prozent und 80 Prozent. Der kleinste Wert
des Spam-Anteils (44,1 Prozent) wurde am 04. Januar 2006 registriert, der maximale
Wert (91 Prozent) am 26. November 2006
- Die meisten Spam-Mails werden aus Russland, den USA und China verschickt
- 2006 war das Jahr des grafischen Spams
- Die Spammer fahren damit fort, ihre Spam-Mitteilungen als privaten Briefwechsel zu
tarnen, um den Nutzer dazu zu ermuntern, die Mitteilungen zu öffnen und wie vom
Spammer vorgesehen zu reagieren
- Spam in verschiedenen Sprachen unterscheidet sich hinsichtlich der eingesetzten
Technologien
- Die Kriminalisierung des Spam-Versands verschärfte sich. Die Spammer im runet
nutzten erstmals SMS-Services aus
Prognosen
Ein Verschwinden von Spam aus unseren E-Mails oder ein starker Rückgang ist kaum zu
erwarten. Die Spammer werden neue Wege suchen, Spam-Schutz zu umgehen, die
Antispam-Hersteller werden dem aber entgegenstehen.
Das Erscheinen prinzipiell neuer Spam-Technologien im Jahr 2007 ist kaum wahrscheinlich,
existierende Technologien werden sich weiterentwickeln. Allem Anschein nach werden die
Spammer grafische Spams weiterentwickeln, doch man kann sie nicht als extrem wichtig für
den Spam-Versand bezeichnen.
Die Kriminalisierung von Spam setzt sich fort, sowohl bei der Anpassung englischsprachiger
Spams für verschiedene Länder, als auch im Bereich Computerbetrug.
Anna Vlasova, Leiterin der Spam-Analysten, Kaspersky Lab
Andreij Kalinin, Leiter der der Antispam-Entwicklung. Kaspersky Lab
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