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17-03-2007 Aktuelles
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Jahresanalyse 2006 von Kaspersky Lab – Teil 3: Mobile Viren |
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Hauptbedrohung für die Anwender stellen gegenwärtig die mobilen Würmer Cabir und
ComWar dar, die bereits in fast 30 Ländern weltweit aufgetreten sind. Diese Würmer sind
jedoch nicht auf Geld-Diebstahl ausgerichtet und bringen dem Anwender nur indirekt
finanziellen Schaden.
Einen direkten finanziellen Vorteil über mobile Viren zu erzielen, haben
die Autoren bislang noch nicht geschafft. Trojaner, die SMS an kostenpflichtige Nummern
schicken, stellen bislang nur erste Versuche der Virenschreiber dar. Daten, die auf Handys
gespeichert werden, sind für die meisten Übeltäter nicht von Interesse.
Die aktuelle Situation auf dem Gebiet der mobilen Viren kann als „Ruhe vor dem Sturm“
bezeichnet werden. Von technologischer Seite aus gesehen haben die Virenschreiber
bereits sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft, was Funktionalität und Plattformen für
mobile Viren angeht. Alle bekannten mobilen Plattformen sind durch Viren angreifbar
geworden, und die Bandbreite der Funktionen der bekannten Würmer, Trojaner und Viren
wiederholen in vollem Umfang die Entwicklung in der Welt der klassischen Computerviren.
Derzeit befassen sich die Autoren mobiler Viren mit dem Erstellen unkomplizierter Trojaner,
wobei die höchste Aktivität von einigen Script-Kiddies ausgeht, was zu einer neuen Welle
Modifikationen bereits bekannter Familien führen kann. Für die nahe Zukunft wird es zwei
Faktoren für die Entwicklung mobiler Schadprogramme geben: a) die Durchdringung des
Marktes mit Smartphones und b) die Möglichkeit, über infizierte mobile Geräte Geld zu
„verdienen“.
Prognosen
Die Prognosen für 2007 gehen davon aus, dass sich die Gefahr für mobile Anwender kaum
erhöhen wird. In das „industrielle“ Stadium sind die mobilen Viren bislang noch nicht
eingetreten und werden dies in den nächsten Jahren wohl auch noch nicht tun.
Die Bedrohung für Mobiltelefone wird proportional zur Marktdurchdringung „schlauer“
Telefone (Smartphones) zunehmen. Mit der Zeit wird ihre Zahl zweifelsohne Hunderte
Millionen weltweit betragen, und immer neue Funktionen werden es den Menschen
ermöglichen, Smartphones genauso zu nutzen wie heute Computer. Unweigerlich wird dies
auch die Aufmerksamkeit der Cyberkriminellen wecken und zur steigenden Entwicklung von
Malware für Mobiltelefone führen.
Alexander Gostev, Leitender Virenanalyst,. Kaspersky Lab
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