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20-03-2007 Aktuelles
NRW bleibt eine attraktive IT-Adresse
Wie hoch Russland bei deutschen Unternehmern im Kurs steht, zeigte die Konferenz „Ihr Business in Europa – Bundesland Nordrhein-Westfalen“, zu der sich gestern auf der CeBIT Vertreter von Land und Kommunen mit russischen Geschäftsleuten trafen.

In seiner Begrüßung unterstrich Oleg Bjachow, Abteilungsleiter Strategieentwicklung im russischen Ministerium für Informationstechnologien und Kommunikation die Bedeutung Deutschlands als wichtigstem ITK-Markt in Europa: „Nordrhein-Westfalen ist als ein führender Standort der Informationstechnologien für die russischen ITK-Unternehmen hochinteressant.“ Die hier angesiedelten großen deutschen und internationalen Unternehmer bauen ihre Zusammenarbeit mit den russischen Softwareschmieden stetig weiter aus.

Der RUSSOFT-Präsident Valentin Makarow erinnerte daran, dass die Kooperation zwischen IT-Spezialisten aus NRW und Russland schon einige Jahre besteht. Inzwischen gebe es auch einen Austausch von IT-Studenten. „Die CeBIT gibt uns die Möglichkeit, diese Kontakte weiter zu entwickeln. Wir hoffen, unsere deutschen Partner bei unserer ITK-Messe im Herbst in Moskau begrüßen zu können.“ Staatssekretär Dr. Jens Baganz von der NRW-Landesregierung verwies darauf, dass bereits über 400 Unternehmen aus dem Bundesland in Russland vertreten sind. „Natürlich ist die Zusammenarbeit auf dem Energiesektor nach wie vor dominierend, aber die Kooperation im ITK-Bereich gewinnt immer deutlicher an Gewicht“,, konstatierte er. Im weiteren Verlauf der Debatte beleuchtete Michael Fromm vom Forschungsinstitut für Telekommunikation die Chancen für russische Firmen und rief dazu auf , die günstigen Rahmenbedingungen in Deutschland noch umfangreicher als bisher zu nutzen.

Wie eine russische ITK-Firma einen schnellen Markteinstieg über ein Kontaktnetz schaffte, erläuterte Silvia Tiefs von der Dortmunder Stadtverwaltung, während Dr. Thomas Heidemann von der Rechtsanwaltskanzlei Beiten & Burkhardt über juristische Formen und Möglichkeiten eines Engagements in Rusland informierte. Über die Gründung und Arbeit eines Clusters geoinformativer Technologien berichtete Matthias Gudewig von der Stadtverwaltung. Sergei Kowalewski, Vizepräsident des russischen Sozialversicherungsfonds, bot den deutschen Partnern eine Zusammenarbeit bei der Nutzung des neuartigen Systems zur Verwaltung dezentraler Datenbanken an. (cebit-2007.RU berichtete). Zu guter Letzt berichtete Margarita Schmakowa, Generaldirektorin von Ronix System Moskau-St. Petersburg, wie die Behörden die Gründung und Entwicklung ihres russischen Unternehmens förderten. Zum Schluss waren sich alle Teilnehmer einig, dass Nordrhein-Westfalen auch für die russischen IT-Firmen eine erste Adresse bleiben wird. [ hh / russland.RU – die Internet - Zeitung ]
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