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08-02-2007 Aktuelles
Russland will schärfer gegen Hacker und Betrüger vorgehen
Das russische Innenministerium sieht es als zweckmäßig, härtere Strafen für Hacker und Internetkriminelle einzuführen. „Es geht hierbei nicht etwa um ein grobes Vorgehen unsererseits. Nach den geltenden russischen Strafgesetzen zählen Verbrechen in diesem Bereich im Unterschied zu den Gesetzen anderer Länder zu Delikten geringerer und mittlerer Schwere - Teil 2, Artikel 273 des Strafgesetzbuches Russlands ausgenommen “, sagte der Chef des Büros für spezielle technische Maßnahmen des russischen Innenministeriums, Miliz-Generaloberst Boris Miroschnikow, auf Anfrage von RIA Novosti.

Während die Gesetze der USA, Deutschlands, Frankreichs und Japans solche Verbrechen „im untrennbaren Zusammenhang mit ihrem Endziel und ihren Folgen betrachten, werden der unrechtmäßige Zutritt zu Computerdaten und sonstige Eingriffe dieser Art nach dem russischen Gesetz in keinen Zusammenhang mit den Zielen von schweren und besonders schweren Verbrechen gebracht“, sagte der Generaloberst.

Ihm zufolge werden Computerverbrechen in den USA mit Gefängnisstrafen von bis zu 20 Jahren geahndet. Dabei sehen die russischen Gesetze Strafsanktionen oder Freiheitsentzug für bis zu sieben Jahren vor.

„Der Strafbereich muss den Konsequenzen solcher Verbrechen angemessen sein“, sagte Miroschnikow.

Nach unterschiedlichen Schätzungen schwanken die Verluste durch die Kriminalität im Bereich der Informatik zwischen vier Milliarden und acht Milliarden US-Dollar. „Bald können wir die Schäden mit den Staatshaushalten einiger Länder vergleichen“, bemerkte der Mitarbeiter des Innenministeriums.

Ihm zufolge konnte man die Verbrechen in diesem Bereich anfangs zumeist als Rowdytum bezeichnen. Jetzt sei aber der Eigennutz das Hauptmotiv. „Die Verbrecher nutzen jetzt diese Technologien für ihre Bereicherung aus. Infolge dessen erleiden wird immense Schäden“, sagte der Generaloberst. [ RIA Novosti  / russland.RU - die Internet-Zeitung ]
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